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BÜCHERTEXTEPERSONTERMINEVERBINDUNGEN
Pressestimmen
"Kermani schreibt die Geschichte dieser Region auf und erkundet ihre Gegenwart. Er ist ein zeitgenössischer Herodot, er nennt Quellen, beruft sich auf das eigene Erleben und verleiht seiner Erzählung dadurch Kraft. Sie strotzt vor Unmittelbarkeit. Er trifft die Lehrerin Xenija aus Minsk ebenso wie die Literatur-Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch. Er übersetzt Meinungen und Standpunkte, und er mahnt den Leser, den eigenen Blick zu revidieren. Es darf kein Drinnen oder Draußen geben, kein Wir oder Ihr."
Philipp Holstein, RP online, 15.2.2018. Zur Rezension..

"Der Autor setzt diesen Abgründen das Europa von heute als Hoffnung gegenüber. Kermani gelingt dabei, ein flammendes Plädoyer für Europa, das seinen Platz im überschaubaren Kreis der einflussreichen Intellektuellen Deutschlands festigt. Bei ihm steht nicht die bekannte Erzählung im Vordergrund, dass es sieben Jahrzehnte keinen Krieg gegeben habe, auch nicht die Begehrlichkeiten auf die Brüsseler Fleischtöpfe. Europa bedeutet für ihn vielmehr, dass das friedliche Nebeneinander von Unterschieden gelingt, dass Vielfalt ausgehalten werden kann."
Rainer Hermann, FAZ, 14.2.2018. Zur Rezension..

"Aus Vorbereitung und Offenheit, ergibt sich die faszinierende Mischung dieses Buchs. Sie verhindert sowohl die Oberflächlichkeit des «country hopping» wie auch die Blindheit des blossen Buchwissens. Kermani ist einerseits neugierig, will überall wissen, wie die Dinge stehen, was meistens bedeutet: wie sein Gesprächspartner die Dinge sieht. Er tritt nicht als Besserwisser auf, sondern lässt auch mal ein «Ich komme nicht dahinter» stehen, wenn die Wirklichkeit der Archivmappe widerspricht. Er ist aber auch kein neutraler Schwamm, kein Aufnahmegerät für Bild und Ton, sondern verhehlt es nicht, wenn sich aus Wissen eine Haltung ergibt. Oder jedenfalls die Notwendigkeit, nachzufragen, Ideologie oder Affekten mit Informationen zu begegnen. Mit erstaunlichen Folgen."
Martin Ebel, Tages-Anzeiger, 12.02.2018. Zur Rezension..

"Während viele der Menschen, von denen die Reportagen erzählen, nach Europa schauen, blickt der Westen nicht zurück. Kermani hingegen tut es neugierig und vorurteilsfrei."
Holger Heimann, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 28. Januar 2018